Mediathekempfehlungen im Herbst 2026

In den öffentlich-rechtlichen Mediatheken gibt es momentan wieder Großartiges zu entdecken. Was ist gemütlicher, als im Herbst vor dem Bildschirm zu sitzen und andere bei der Bewältigung familiärer Konflikte und menschlicher Abgründe zu beobachten?

Im Thriller „Wind River“ von Taylor Sheridan wird in der verschneiten Abgeschiedenheit eines indigenen Reservats in Wyoming wird die Leiche einer jungen Frau entdeckt.

Deutlich weniger blutig und unspektakulärer, aber auch ziemlich bösartig geht es in „Der Gott des Gemetzels“ von Roman Polanski zu. Nachdem sich zwei Jungen auf dem Schulhof geprügelt haben, treffen sich ihre Eltern zu einem vermeintlich zivilisierten, klärenden Gespräch. Jodie Foster, Kate Winslet, Christoph Waltz und John C. Reilly brillieren in diesem grandiosen Kammerspiel über die erstaunlich dünne Schicht unserer Zivilisation.

In „Anatomie eines Falls“ spielt Sandra Hüller eine Witwe, die unter Mordverdacht gerät. Ein guter Film, der um eine absolut brillante Szene herum geschrieben worden zu sein scheint.

Auch über die ARD-Serie „Die Zweiflers“ kann man nur Gutes sagen. Die preisgekrönte deutsche Dramedy erzählt vom Leben einer jüdischen Familie in Frankfurt am Main, deren Mitglieder zwischen familiären Erwartungen, persönlichen Lebensentwürfen und kultureller Identität ihren eigenen Weg suchen.

Am Ende noch ein familienfreundlicherer Trip. In der schwedischen Kinderbuchverfilmung „Nelly Rapp – Monsteragentin“ geht es um das gleichnamige Mädchen, das bei einem Besuch ihres exzentrischen Onkels erfährt, dass ihre Familie seit Generationen Monster jagt. Doch schnell stellt sich heraus, dass Vampire, Werwölfe und andere vermeintliche Ungeheuer längst nicht so gefährlich sind, wie ihr Ruf vermuten lässt.

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