ARTE-Empfehlungen für den Januar 2026 und einiges mehr

Der Januar ist zwar schon fast vorbei, trotzdem möchte ich auf einige tolle Filme und Serien in den Mediatheken hinweisen.

Bei  der ARD findet man als OV und auf deutsch die ersten Staffeln der Neuauflage von „Der Doktor und das liebe Vieh“ . Die BBC einen Stoff wiederbelebt, der wie kaum ein anderer für Wärme, Ruhe und leisen Humor steht.  Zwischen störrischen Kühen, verschrobenen Farmern und dem eigenwilligen Praxisalltag entfaltet sich ein episodisches Erzählen, das weniger auf dramatische Zuspitzung als auf Beobachtung, Menschlichkeit und Zwischentöne setzt.

Wer liebe in das Deutschland der 2000er „entfliehen“ möchte, den sei die deutsche Dramedy „Chabos“ an Herz gelegt. Im Zentrum steht der Mitdreißiger Peppi, der für ein Klassentreffen in seine Heimat im Ruhrgebiet zurückkehrt und dabei unweigerlich mit den Geistern seiner Jugend konfrontiert wird.

Noch deutlich fiktiver wird es  miit „Lola“ vom irische Filmemacher Andrew Legge: Zwei hochbegabte Schwestern empfangen Ende der 1930er-Jahre mit einer selbstgebauten Maschine Radio- und Fernsehsignale aus der Zukunft. Anfangs dient LOLA vor allem dem Vergnügen, doch mit dem Ausbruch des Zweiten Weltkriegs wird aus dem Experiment ein moralisches Minenfeld.

Wer lieber bei den Fakten bleiben möchte, sollte einen Blick in die Doku „Der Baltische Weg – Eine Menschenkette für die Freiheit“ werfen. Im Sommer 1989 reichten sich fast zwei Millionen Menschen von Tallinn über Riga bis nach Vilnius die Hände, um friedlich gegen die sowjetische Besatzung zu protestieren.

Beste (und entspannende) Krimiunterhaltung gibt es bei „Knives Out – Mord ist Familiensache“. Rian Johnson versammelt ein hochkarätiges Ensemble um Christopher Plummer, Daniel Craig und Ana de Armas. Heraus kommt eine elegante Kriminalkomödie, die Agatha-Christie-Traditionen mit Hitchcock-Suspense und zeitgenössischem Witz verbindet.

In „Der Rausch“ stellt der dänische Regisseur Thomas Vinterberg eine ebenso einfache wie verstörende Frage: Lebt es sich besser mit konstant 0,5 Promille im Blut? Mads Mikkelsen spielt einen ausgebrannten Lehrer, der gemeinsam mit Kollegen ein riskantes Trinkexperiment startet.

ARTE-Empfehlungen für den Dezember 2025 und einiges mehr

Das Jahr endet und die Mediatheken quellen über vor lauter tollen Filmen. Hier eine kleine Auswahl:

Jeder hat so seinen „Weihnachtsfilme“. Bei mir gehört seltsamerweise „Fargo“ mit dazu, den man in der ARTE-Mediathek auch im OV anschauen kann.

Auf Netflix läuft momentan der taiwanesische Film “Left-Handed Girl”, in dem Shu-Fen versucht, ihre kleine Familie nach der Rückkehr nach Taipeh über Wasser zu halten, während ihre Töchter in eine Reihe von Konflikten geraten.

Im äußerst unterhaltsamen SciFi-Spektakel “Everything Everywhere All at Once” (ebenfalls im OV) von 2022 wird eine chinesisch-amerikanische Wäschereibesitzerin in ein absurdes Multiversums-Abenteuer hineingezogen und muss sich unzähligen Versionen des Seins stellen, um ihre Familie und ihre Realität zu retten.

Im französischen Filmklassiker “Die Verachtung” mit Michel Piccoli und Brigitte Bardot gerät ein Drehbuchautor während einer Filmproduktion in eine Ehekrise, die sich durch Eitelkeiten und Machtspiele stetig verschärft.

Sehr sehenswert ist auch das Biopic “Maudie”, das sich um die kanadische Künstlerin Maud Lewis dreht.

In der ARD-Mediathek finden sich zwei der – meiner Meinung nach besten – Erich-Kästner-Verfilmungen, und zwar “Das doppelte Lottchen” (1950) und “Das fliegende Klassenzimmer” (1954). Für beide Spielfilme schrieb der Meister selbst das Drehbuch und sprach auch den Erzähler ein.

In “Geheimnis eines Lebens” spielen Judi Dench und Sophie Cookson eine Wissenschaftlerin, die während des Zweiten Weltkriegs Atomgeheimnisse an die Sowjetunion verriet.

In Zeiten des abnehmenden Lichts” spielt in der DDR des Jahres 1989, wo eine Feier zu Ehren eines altgedienten Parteigenossen eskaliert.

Ebenfalls möchte ich den Konzertfilm “Wenn es dunkel und kalt wird in Berlin” empfehlen. Schließlich sind die dunklen Jahreszeiten die beste Gelegenheit, um “Element of Crime” zuzuhören.

Bei ARTE läuft momentan zudem die neue Staffel von “Inside No. 9” – ein ganz wundervolles Format für alle, die Kurzgeschichten und kleine Formate lieben.

Zudem werde ich mal in den neuen Bjarne Mädel „Prange – Man ist ja Nachbar“ reinschauen.

Tief vergraben in der ZDF-Mediathek findet sich auch der DEFA-Klassike „Ich war neunzehn“ von Konrad Wolf mit dem jungen Jaecki Schwarz.

ARTE Empfehlungen Oktober 2025 & mehr

Mittwoch, 8. Oktober um 21:50
Juli Zeh – Vom Schreiben und Streiten
Porträt

Montag, 20. Oktober um 20:15
Spielfilm
Der geteilte Himmel

Donnerstag, 2. Oktober um 20:15
Amour fou im Kalten Krieg
Frankreich und die DDR
Geschichtsdoku

Sonntag, 26. Oktober um 21:55
Mr. und Mrs. Hitchcock
Doku

Und in der Mediathek:

Miss Austen
Historische Mini-Serie

Eddy Merckx – Die Radsport-Legende
Porträt

Die Sachsen – Piraten. Heiden. Kaiser
Dokumentarfilm

Kenia: Giraffen als Botschafter des Friedens
Reportage

Entspannung im Kalten Krieg: Die Schlussakte von Helsinki
Dokumentarfilm

Quantenmechanik – Die Entschlüsselung der Welt
Wissenschaftsdoku

Apollo 1 – Die wahre Geschichte
Doku

Roter Himmel
Spielfilm

An einem Tag im September
Historienfilm

Sir Michael Caine – Vom Arbeiterkind zum Hollywoodstar
Doku

WordPress Cookie Plugin von Real Cookie Banner